Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule Göttingen

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Schulsozialarbeit

... Hilfe zur Konfliktbewältigung ... Gewaltprävention ... Anregung zur sinnvollen Freizeitgestaltung ... Projektarbeit ... Beratung ... geschlechtsspezifische Betreuung ... Hilfe zur Selbsthilfe ... Integrationsarbeit ...

Seit mehr als 25 Jahren arbeiten SozialpädagogInnen an Gesamtschulen in Deutschland. Ihre Aufgaben waren und sind die Beratungsarbeit, das soziales Lerntraining, der Freizeitbereich, die Arbeit in Integrationsklassen, Projektarbeiten im Bereich Jungen/Mädchen, Sucht, Prävention, Sexualität, die Kontaktherstellung und -pflege zu Beratungsstellen und Jugendamt, und vieles mehr. An jeder Schule hat Schulsozialarbeit ihre eigene Entwicklungsgeschichte mit daraus resultierender Schwerpunktsetzung. Die Schwerpunkte unserer Schule können sie bei den oben aufgeführten Begriffen finden und wenn sie mehr darüber erfahren möchten, können sie sich auch an uns direkt wenden.

Schule hat neben dem Bildungsauftrag auch die Aufgabe, die Kinder und Jugendlichen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu begleiten und ernst zu nehmen; kognitives Lernen steht immer im Zusammenhang mit sozialer Kompetenz. 

Die Förderung der sozialen Kompetenzen (z. B. Teamfähigkeit, Empathie, Konfliktfähigkeit, Konfliktbewältigungsstrategien) durch die fachlich kompetente pädagogische Arbeit von SchulsozialarbeiterInnen ist im Kontext von Qualitätsentwicklung und Profildiskussion ein unverzichtbarer Eckpunkt für die moderne Schule.

 

Beratung

Fachgruppe Beratung

Freizeitbereich

Spielezentrale und Schülercafe

Die Spielezentrale und das Schülercafe liegen direkt neben einander und bilden zusammen das Herzstück des Freizeitbereichs. Die Spielezentrale ist eine Kombination aus Freizeitstation für die SchülerInnen und Büro der SozialpädagogInnen. Geöffnet sind sie in der Regel täglich von ca.8:30 – 14:00 Uhr und oft auch noch länger. In den Pausen ist es hier voll und lebhaft. Viele SchülerInnen leihen sich gegen einen Pfand verschiedene Spiele und Sportgeräte aus. Diese Kombination bietet die Chance einer niedrigschwelligen Kontaktaufnahme mit den SozialpädagogInnen.

Das Schülercafe ist ein einladender Raum, in dem Brötchen und Getränke an SchülerInnen und LehrerInnen verkauft und verzehrt werden. Einzelne SchülerInnen übernehmen Cafedienste.

 

Teestube

Die Teestube ist ein gemütlicher Raum und ruhiger Raum, in den sich SchülerInnen in der Mittagsfreizeit zum Reden und Ausruhen zurückziehen können. Außerhalb der Mittagsfreizet wird der Raum gerne für Gruppenarbeit und Gespräche genutzt.

 

Disco

Die Disco ist regelmäßig in der Mittagsfreizeit geöffnet. Das Auflegen der Musik übernehmen als DJ ausgebildete SchülerInnen.

 

Billardraum

Hier können SchülerInnen mit Billardschein an drei  Tischen Billard spielen.

 

Wahlbereich und Club

Zum Aufgabenbereich der SozialpädagogInnen zählen auch die Organisation und Durchführung des Clubs und des Wahlbereichs. Sie eröffnen als Ganztagsangebote an je einem Nachmittag in der Woche den SchülerInnen die Möglichkeit, neue Freizeitaktivitäten auszuprobieren, in kleinen Gruppen Nachhilfeunterricht zu bekommen und mal in anderen Zusammensetzungen als denen der Klasse zu arbeiten.

Der Club ist verpflichtend für die SchülerInnen des 5. und 6. Jahrgangs, die Teilnahme am Wahlbereich ist für die SchülerInnen der Jahrgänge 7 – 10 freiwillig. Jedes Halbjahr werden neue Clubs und Wahlbereiche gewählt. Die Kurse werden überwiegend von Studierenden, Eltern, SchülerInnen,  KünstlerInnen und SozialpädagogInnen angeboten.

Siehe auch Jahrgangsarbeit!

 

Zirkus „Halt die Luft an“

Im Schulzirkus geht es nicht nur um die Erarbeitung eines Programms und dessen Aufführung, sondern auch  um das Erwerben vielfältiger sozialer Kompetenzen.

Den Schulzirkus an der IGS gibt es seit 1992. Er ist an unserer Schule eine feste Institution geworden und über Göttingen hinaus bekannt. Die wöchentliche Übungszeit liegt dienstags nach der Schule von 15:30 – 17.15 Uhr. Darüber hinaus übt der Zirkus jedes Jahr mehrere Tage im schuleigenen Schullandheim. Alle 2 Jahre geht der Zirkus für eine Woche bis 10 Tage  auf „Fahrt“. Das waren in der Vergangenheit Projekte mit anderen Schulen oder Zirkusgruppen, z. B. auf Fehmarn, in Polen, Holland, Schweden, …

Im Zirkus arbeiten unter Leitung eines Teams  aus SozialpädagogInnen und LehrerInnen ca. 50 SchülerInnen der Jahrgänge 5 -13. Die Teilnahme am Zirkus ist freiwillig. Es gibt keine besonderen Fähigkeiten, die die SchülerInnen mitbringen  müssen, um im Zirkus mitmachen zu können. Jeder bringt das ein, was er kann und möchte.  

Jahrgangsarbeit

Die sozialpädagogische Arbeit in den Jahrgängen der IGS Geismar umfasst ein breites Aufgaben- und Tätigkeitsspektrum, das von den KollegInnen mit unterschiedlichen Schwerpunkten umgesetzt wird. Jahrgangsarbeit ist für unser Team eine zentrale Säule von Schulsozialarbeit.

Beschreibung der Arbeitsfelder

· Gruppenarbeit umfasst themenzentrierte Tischgruppenarbeit,   Kleingruppengespräche, Stammgruppengespräche sowie Arbeit in geschlechtshomogenen Gruppen; Gruppen-und Sozialtraining in Kooperation mit LehrerInnen der Stammgruppen

· Einzelfallhilfe beinhaltet Gesprächs- und Hilfsangebote, Einzelförderung (z.B. Kinder mit besonderem Förderbedarf ), Hilfe zu Außenkontakten (z.B. Beratungsstellen etc.), Vermittlung zwischen Schule, Eltern und anderen Bezugspersonen

· Krisenintervention bedeutet Unterstützung und Eingreifen bei Konflikten, Hilfe in schwierigen Lebenslagen (z.B. Drogengefährdung, Suizidalität). Interventionen sind bei Einzelpersonen, Klein- und Stammgruppen möglich

· Hospitation in den Stammgruppen, im 5.Jahrgang zur Orientierung, später zur Analyse von Interaktions- und Kommunikationsstrukturen. Protokollierung, Nachbereitung mit TutorInnen

· Club (5.u.6.Jahrg.) organisieren und betreuen

· Netzwerkarbeit als Mitarbeit in Tutorengesprächen, Teamgesprächen, Jahrgangssitzungen, Pädagogischen Konferenzen, Stammgruppenkonferenzen, Einflussnahme auf Lernentwicklungsberichte aus Sicht der SozialpädagogInnen sowie Elterngespräche und  Hausbesuche; außerschulische Kontakte zu Institutionen, Ämtern, Beratungsstellen, ÄrztInnen, Psychotherapeuten etc.

· Schülerratsarbeit als Unterstützung und Begleitung der Schülerratsgruppe

Arbeit in den Integrationsklassen

An der IGS gibt es derzeit vier Integrationsklassen, in denen behinderte und nichtbehinderte Schülerinnen und Schüler gemeinsam unterrichtet werden. Die Klassenstärke umfasst in der Regel 24 SchülerInnen, davon 4 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf in den Bereichen Lernen, geistige Entwicklung und/oder emotionale Entwicklung. Kinder mit ausschließlich körperlicher Beeinträchtigung werden über das reguläre Verfahren in die IGS aufgenommen.

Die Höhe des Stundeneinsatzes sozialpädagogischer Arbeit ist u.a. abhängig vom individuellen Förderbedarf jedes zu betreuenden Kindes/Jugendlichen. Im Regelfall arbeitet ein/e SozialpädagogIn mit halber Stelle in jeder Integrationsklasse. Zusammen mit den Stunden der Förderschullehrer/in kann so eine durchgängige Doppelbesetzung in allen Fächern gewährleistet werden.

In den Integrationsklassen arbeiten eine Sozialpädagogin, ein/e FörderschullehrerIn und mindestens zwei FachlehrerInnen eng in einem Tutoriat zusammen (5.-10 Jahrgang). Alle Tutoren sind gleichermaßen ansprechbar und zuständig für die Belange aller Schülerinnen und Schüler.

Die Aufgabenbereiche der Sozialpädagogin umfassen sowohl unterrichtsbegleitende als auch außerunterrichtliche Tätigkeiten.

Zu den unterrichtsbegleitenden Tätigkeiten gehören u.a.:

·        Unterstützung der FachlehrerInnen als Doppelbesetzung (Das beinhaltet konkrete Absprachen des Unterrichts in welchen Phasen z.B. zielgleich,bzw. zieldifferent unterrichtet wird).

·        Gestaltung von Mittagsfreizeiten und Angeboten im Wahl- und Clubbereich für behinderte und nicht-behinderte SchülerInnen

·        Vorbereitung und Durchführung von Projekten innerhalb der Stammgruppe

·        gezielte Einzel- und Kleingruppenförderung und -beratung

·        Begleitung während der Stammgruppenfahrten

Zu den außerunterrichtlichen Tätigkeiten gehören u.a.:

·        Teilnahme an Tischgruppenabenden

·        Vorbereitung und Durchführung von Elterngesprächen der zu betreuenden SchülerInnen

·        Unterstützende Elternarbeit, z.B. Beratung in Berufsfindungs- und Erziehungsfragen, Kontakt zu Behörden/Ämtern...

·        Praktikumsbegleitung, Hilfe bei der Lebensplanung und zur Berufsorientierung

·        Mitarbeit an der Fachkonferenz Integration und der Fachkonferenz der SozialpädagogInnen der IGS  

Sozialpädagogische Projekte

Folgende Projekte bieten die Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen der IGS an.

1)    StreitschlichterInnen / Mediation

2)    Mädchen- und Jungenarbeit

3)    Suchtprävention

4)    Sexualpädagogik

5)    Intervention bei Mobbing

6)    Teambildung

7)    Erlebnispädagogik

8)    Berufsorientierung / Zielfindung

 

1)    StreitschlichterInnen / Mediation

StreitschlichterInnen werden an 3 Tagen in der Schule ausgebildet. Je zwei Mädchen und zwei Jungen aus einer Klasse des 5. Jahrgangs. Die Kinder sollen danach in der Lage sein, kleinere Konflikte mit Gleichaltrigen selbstständig zu lösen. Eine zweistündige LehrerInnenfortbildung findet vor der Ausbildung der Kinder statt. Die StreitschlichterInnen sind überwiegend im 5. – 7. Jahrgang tätig und werden in dieser Zeit von uns TeamerInnen betreut.

2) Mädchen- und Jungenarbeit

Diese Projekte finden an 1,5 Tagen im Schullandheim Haus Hoher Hagen oder begleitend über einen längeren Zeitraum in der Schule statt. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt darin, persönliche Stärken zu erkennen, eigene Grenzen und Grenzen anderer zu erfahren, Gefühle zuzulassen, Empathie zu entwickeln, Rollenverständnisse zu beleuchten, Konflikte zu klären, Freundschaft zu erleben, u. a. m.

3) Suchtprävention

Im Präventionskonzept der IGS sind für alle Altersgruppen unterschiedliche Angebote festgeschrieben. Darüber hinaus ist es uns möglich, bei Bedarf zusätzliche Unterstützung zu bieten. (siehe Präventionskonzept IGS)     

4) Sexualpädagogik

Im 7. Jahrgang führen wir jeweils ein spezielles Projekt zum Thema Pubertät durch. Zum Thema Liebe, Freundschaft, Sexualität bieten wir darüber hinaus für die Jahrgänge 8, 9 und 10, Projekte mit unterschiedlichen Schwerpunkten an. Auch der zeitliche Rahmen ist sehr unterschiedlich. Die Projekte können zwischen zwei Stunden und bis zu zwei Tage dauern. Wir arbeiten hier überwiegend in geschlechtshomogenen Gruppen. Außer der Wissensvermittlung wollen wir altergerechte Wege zur Kommunikation und zum Austausch bei diesem sensiblen Thema  finden. In diesem geschützten Raum schaffen wir Platz um über Unsicherheiten und Gefühle zu sprechen.

 

Berufsorientierung – Zielfindung

Im 9. oder 10. Jahrgang bieten wir den SchülerInnen die Möglichkeit sich intensiv mit ihren individuellen Zielen auseinander zu setzten. Mit Methoden aus der Erlebnispädagogik  arbeiten wir 1 ½ Tage auf dem Haus Hoher Hagen konkret an schulischen/beruflichen, aber auch an privaten Zielen und deren Zielformulierungen. In diesem Projekt sollen die SchülerInnen in ihrer eigenen Persönlichkeit gestärkt werden, aber auch Methoden an die Hand bekommen, wie Ziele „richtig“ formuliert werden können.

 

Mobbing-Prävention und -intervention

Das Thema Mobbing ist in den letzten Jahren aufgrund des häufigeren Auftretens von Mobbingsituationen in Gruppen Jugendlicher verstärkt in den Focus sozialpädagogischen Handelns gerückt.

 

Wir definieren MOBBING nach unserem Verständnis folgendermaßen:

MOBBING ist Gewalt an einer Person innerhalb ihrer sozialen Bezugsgruppe (z.B. Klasse), wobei Einzelne, Teile der Gruppe oder die ganze Gruppe eine Person quält und schädigt.Dies geschieht gezielt und regelmäßig, über einen langen Zeitraum und auf vielfältige Weise.

Mobbing braucht keinen Konflikt als Auslöser – jeder kann zum Opfer werden!

Mobbing ist ein System mit vielschichtigen Rollen, das Opfer kann sich aus seiner Rolle nicht ohne Hilfe befreien.

 

In Zusammenarbeit von Sozialpädagoginnen und einigen LehrerInnen hat sich in der IGS ein Mobbing-Interventions-Team (MIT) etabliert, das von allen LehrerInnen und SchülerInnen im Bedarfsfall kontaktiert werden kann. Je nach Situation bietet ein Tandem aus dem MIT der entsprechenden Gruppe eine geeignete Intervention an, die zeitlich und inhaltlich sehr variabel ist (von einer Doppelstunde bis zu regelmäßigen Arbeits-und Beratungsstunden über einen längeren Zeitraum).

Neben dem Einsatz in akuten Fällen bietet das MIT auch Projekttage zur Mobbing-Prävention an, in denen es darum geht, Mobbingsituationen zu erkennen, Strukturen zur Entstehung und Erhaltung zu durchschauen und das eigene Verhalten zu reflektieren.

Grundsätzlich nimmt das MIT eine informierende und beratende Haltung ein. Auf Schuldzuweisungen und Bestrafung wird verzichtet. Ziel der Arbeit mit den Jugendlichen ist immer, diese zu sensibilisieren und zu bestärken, sich einzumischen, Stellung zu beziehen oder Hilfe zu holen, wenn sie bemerken, dass eine Person in ihrer Umgebung physisch oder psychisch verletzt wird. Das Prinzip der Unterstützung durch die Gruppe ist unserer Erfahrung nach wirksamer und nachhaltiger als die Bestrafung Einzelner.