Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule Göttingen

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International Education

International education - Unser Beitrag zu Europa

Zum Europäer wird man nicht durch eine Unterrichtseinheit oder europäisch ausgerichtete Lehrpläne, sondern durch Leben in Europa. Es wird in Zukunft ökonomisch und auch sozial äußerst wichtig sein, dass unsere Schülerinnen und Schüler europäisch denken, in der Lage sind, sich in Europa zu bewegen, sich zu verständigen. Sie sollten die kulturellen und sozialen Eigenarten der Länder Europas kennen und respektieren, sich in Familien aufhalten können und Arbeitsnetzwerke knüpfen, die ihnen helfen, in künftigen Konkurrenzsituationen auf dem Weltmarkt auf diese Netzwerke zurückgreifen oder neue bilden zu können.

Natürlich bieten Familienaufenthalte in den europäischen Ländern eine Grundlage. Darüber hinaus muss die Schule aber eine neue Qualität der Orientierung hin zur European citizenship bieten. Austauschprogramme sollten keine rein touristischen Programme sein. Neben dem Leben in Familien sollten gemeinsame Projekte im Vordergrund stehen.

Etwa 1990 hat die Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule mit einer niederländischen Schule einen Kontakt geknüpft, um dem damals in den Niederlanden vorherrschenden Klischee von den Deutschen als Nazis entgegenzuwirken. Im Laufe der Zeit ist aus diesem bilateralen Kontakt ein Netzwerk aus 18 Schulen in England, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Spanien, Italien, Polen, Rumänien, der Slowakei und Deutschland geworden. Diese Schulen haben sich im Netzwerk „international education“ zusammengeschlossen, das durch ein hohes Maß an Verbindlichkeit gekennzeichnet ist. An vielen Schulen bestehen Schulpartnerschaften. Oft hängen sie aber von dem Engagement einzelner Lehrer und Lehrerinnen ab. Sind sie nicht mehr aktiv, bricht die Partnerschaft zusammen. Um diesen Erfahrungen entgegenzuwirken, haben sich die 18 Schulen von „international education“ ein klares vertraglich abgesichertes Regelwerk gegeben.

·                       Einmal jährlich treffen sich alle 18 Schulleiter in einer der Mitgliedsländer, um sich über die Grundbedingungen der Partnerschaft auszutauschen.

·                       3 bis 4mal jährlich treffen sich die Koordinatoren der 18 Schulen, um gemeinsame Projekte und die Modalitäten der Austauschprogramme abzustimmen. Natürlich könnte man auch viele Absprachen per Internet treffen, der persönliche Kontakt und die direkte Freundschaft der beteiligten Personen sind jedoch wichtig, weil sie das Projekt am Leben hält und den Erfolg erst möglich macht. Darüber hinaus ist diese Freundschaft Vorbild für die Freundschaft der Schülerinnen und Schüler.

·                       Die 18 Schulen haben sich vertraglich verpflichtet, jährlich mindestens ein Projekt an ihrer Schule durchzuführen, an dem Schülerinnen und Schüler aus allen anderen 17 Mitgliedsschulen teilnehmen können. Jede Schule garantiert ein inhaltlich sinnvolles Projekt, die Bildung von internationalen Teams, die Unterbringung von Schüler und Lehrern in den Familien der Schule und eine Abschlusspräsentation vor der Schulöffentlichkeit.

·                       Die Georg-Christoph-Lichtenberg Gesamtschule in Göttingen führt regelmäßig Projekte im X-Lab und ein Projekt zur Stadtgeschichte Göttingens durch. Der Kiessee wird mit einem Theodoliten vermessen, das Ergebnis hinterher mit dem Stadtplan verglichen. In diesem Jahr wurde ein Kunstprojekt durchgeführt.

·                       Jede Schule garantiert weiter, dass Schüler der anderen Schulen für einen längeren Zeitraum von einem Monat bis zu einem halben Jahr in Familien unterkommen und am Unterricht teilnehmen können. Die abgebenden Schulen garantieren, dass diese Schüler während des Austausches so begleitet und betreut werden, dass sie sich nach Rückkehr wieder problemlos in den Unterricht der Heimatschule integrieren können.

·                       Zurzeit arbeiten 8 der 18 Schulen an einem europäischen Curriculum, das von Klasse 7 bis Klasse 10 oder 11 allen teilnehmenden Schülern ein Grundwissen und Grundfertigkeiten vermittelt, um in mindestens 3 europäischen Ländern zurechtzukommen (Sprache, Sitten und Gebräuche, Verkehrswege, Essen, Kultur etc.) Alle beteiligten Schulen können diese in den verschiedenen Ländern erworbenen Fähigkeiten bei gegenseitiger Anerkennung attestieren. Auch Schulleistungen sollen gegenseitig anerkannt werden.

In den bislang etwa 20 Jahren der gemeinsamen Arbeit im Netzwerk international education haben weit über 2000 Schülerinnen und Schüler an diesem Programm teilgenommen. Auch Lehrer und Schulleitungen haben sich ausgetauscht, so dass Modelle guter Schulen in den beteiligten Ländern kommuniziert und erfahren werden.

Trotz vieler Anfragen von anderen Schulen, in dieses Netzwerk aufgenommen zu werden, hält es die Gruppe von 18 Schulen für nicht sinnvoll, noch größer zu werden, da darunter die persönlichen Kontakte zwischen den Schulen leiden würden.

Das Netzwerk international education ist aber bereit, bei der Gründung neuer Netzwerke Starthilfe zu geben. 

Größter Nachteil der jetzigen Konstruktion ist es, dass das Netzwerk international education in kein Förderprogramm der Europäischen Union passt. Während der niederländische Staat die Schulen der Niederlande finanziell unterstützt, müssen die deutschen Schulen sämtliche Kosten selber tragen. Dies hat zur Folge, dass nur die Schüler und Schülerinnen am Programm teilnehmen können, die es sich leisten können. Hier hofft das Netzwerk auf Abhilfe.

 

http://www.ie-network.eu



Austausch mit Trento

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