Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule Göttingen

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07.05.2018 08:06 Alter: 169 Tage
Kategorie: Allgemein
Von: Rt

writers-in-exile: Begegnung und Lesung mit Eno Meyomesse und Dogan Akhanli


PEN – Poets, Essayists, Novelists – ist eine weltweite Schriftstellervereinigung, die sich das erste Mal 1921 in London gründete. Nach dem 2. Weltkrieg organisierte sich PEN Deutschland 1948 in Göttingen neu, wo sie zum 70-jährigen Jubiläum erneut tagten.

Die Veranstaltung „Schule-Autoren-Begegnung“ fand in der IGS statt; wir erfuhren von dem writers-in-exile-Programm durch Franziska Sperr und Jürgen Jankofski (PEN Präsidium): Acht in Deutschland verteilte Wohnungen sowie 3-jährige Stipendien kann PEN verfolgten Schriftstellern anbieten. Einer der Stipendiaten ist Enoh Meyomesse.

Enoh Meyomesse wurde in seinem Heimatland Kamerun politisch verfolgt, saß 30 Tage in absoluter Dunkelhaft im Gefängnis. Er schreibt Gedichte, Erzähltexte und Essays. Nachdem er sich für das Präsidentenamt in Kamerun bewarb, musste er fliehen. Für 3 Jahre findet er Zuflucht in Deutschland und will nach der nächsten Wahl im Oktober 2018 zurück nach Kamerun, sofern die politischen Verhältnisse demokratischer sind. Er las Gedichte in Französisch und Englisch vor; trotz der Foltererfahrung konnte er seinen Humor und seine Verschmitztheit noch erhalten – seine Lesung endete mit „now, clap your hands“.

Der Autor Dogan Akhanli war ebenfalls unser Gast; wir kennen ihn aus den Nachrichten: Oktober 2017 wurde er in Spanien verhaftet, weil die türkische Regierung einen gerichtlichen Freispruch wieder aufgehoben hatte. Die Bundesregierung musste intervenieren, bevor er zurück nach Deutschland reisen konnte.

Dogan Akhanli hatte 1975 eine linksgerichtete Zeitschrift gekauft, daraufhin wurde er verhaftet und erst nach 5 Monaten Haft als unschuldig entlassen. Diese Erfahrung politisierte ihn; nach dem Militärputsch 1980 in der Türkei ging Dogan Akhanli in den Untergrund. Als Schriftsteller schrieb er über den Genozid an den Armeniern. Nach Verfolgungen und Verhaftungen suchte er 1991 Asyl in Deutschland; seit 2001 besitzt er die deutsche Staatsangehörigkeit.

Als er 2017 in Granada/Spanien in Haft saß, schrieb er „Verhaftung in Granada. Oder treibt die Türkei in die Diktatur?“ Er las einige Seiten aus diesem Buch vor: Beschreibungen aus dem Gefängnisalltag und auch Erinnerungen aus seiner Kindheit. Die Gedanken an sein Dorf, seine Mutter, die ihm vorlas, halfen ihm aus der Situation im Gefängnis gedanklich zu fliehen. Auf den Spuren seiner Liebe zur Literatur nahm er uns Zuhörer*innen mit.

Für alle Beteiligte waren diese Begegnungen und Lesungen eindrucksvoll!

 

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