Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule Göttingen

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09.08.2018 14:23 Alter: 1 Jahre
Kategorie: Allgemein
Von: Se

Trainerkongress in Dresden mit IGS-Beteiligung


WM-Analyse der Trainer-Elite in Dresden

61. Internationaler Trainer-Kongress (ITK) des Bundes Deutscher
Fußball-Lehrer (BDFL) vom 30. Juli bis 01. August 2018 in Dresden

 

"WM-Analyse und Zukunftsperspektiven des deutschen Fußballs" lautete

das Thema beim Internationalen Trainer-Kongress des Bundes Deutscher Fußball-

Lehrer, der in den vergangenen Tagen in Dresden stattfand. Rund 1000 Teilnehmer

- darunter die deutschen Fußballtrainer mit A-Lizenz und Fußball-Lehrer-Lizenz

sowie Kollegen aus Europa und Übersee - fanden sich ein, um eine Analyse der

gerade zu Ende gegangenen Fußball-Weltmeisterschaft in Russland

durchzuführen und die Zukunftsperspektiven des deutschen Fußballs näher zu

beleuchten.

Als Teilnehmerin durfte auch ich nebst zwei weiteren Göttinger Kollegen mit dabei

sein, um mich über die neuesten Trends im Trainerwesen zu informieren.

Matthias Sammer, Christoph Daum, Gunnar Gerisch, Stefan Kuntz, Christoph

Metzelder, Volker Finke, Marc Ziegler, Tobias Schweinsteiger – die Liste der Top-

Referenten versprach einen bunten Diskurs.

Doch wer wäre prädestinierter zur Thematik Stellung zu beziehen als Joachim Löw

höchstpersönlich? Und so wurde ein ums andere Mal sowohl von Seiten der

Teilnehmer als auch der Referenten selbst der Wunsch nach Anwesenheit unseres

Bundestrainers deutlich geäußert. Dieser hüllt sich jedoch bedauerlicherweise seit

Wochen in Schweigen und beantwortet nicht einmal mehr Einladungen vonseiten

des BDFL.

Der Tenor des Kongresses lässt sich mit Blick auf vereinzelte Erkenntnisse wie folgt

fachlich zusammenzufassen: Mehrfach kam zum Ausdruck, dass der

Ballbesitzfußball nun nicht plötzlich ausgedient hat – wichtig sind die

Anschlussaktionen und Handlungsziele, die damit verfolgt werden. Der 10.

Querpass, der gespielt wird, bringt uns dem Torerfolg keinen Meter näher, nicht

einmal der statistischen Chance auf ein Tor. Wir wollen Torabschlüsse kreieren,

gezielte „Nadelstiche“ setzen – dazu brauchen wir bestimmte Spielertypen. Die

Gleichbügelei muss aufhören – will ich maximale Verrücktheit und Kreativität auf

dem Platz, Typen, die durch Geistesblitze Spiele entscheiden, muss ich

Exzentrikern eben auch ihren Raum und Entfaltungsmöglichkeiten geben. Unsere

Kultur ist da momentan leider eher „exzentrophob“, es sollen alle gleich behandelt

werden, bei Extravaganzen keimt zügig Neid auf. Dieser wirkt sich wie in anderen

Facetten des Lebens schließlich limitierend in alle Richtungen aus: Der Neider

giftet, der Beneidete macht dicht.

Als großes Stichwort fiel ebenso mehrfach die Forderung nach einer

überzeugenden Mentalität auf dem Platz, also der Notwendigkeit einer

siegeshungrigeren Körpersprache – wenn man bedenkt, dass ein Land wie Kroatien

etwa 4 Mio. Einwohner hat und der DFB als stärkste Organisation allein etwa 7

Mio. Mitglieder zählt, dann ist das ergebnismäßig eine indiskutable Schieflage

hinsichtlich Aufwand und Nutzen. Feuer und Leidenschaft sind nach wie vor nahezu

gleichwertige Erfolgsgaranten wie Qualität und Talent! Es muss wieder eine

spürbar große Ehre sein, mit dem Adler auf der Brust für Deutschland auflaufen zu

dürfen. Auch in dieser Hinsicht zeigt sich der neue Weltmeister Frankreich

vorbildlich: Als Zeichen der Dankbarkeit und verbunden mit der Begründung, dass

man kein Geld dafür nehmen sollte, um für sein Land zu spielen, spendete

beispielsweise der Youngster Kylian Mbappé seine 432.000€ WM-Prämie für einen

guten Zweck.

Auch die sich aktuell noch in den Kinderschuhen befindliche Einbeziehung

sportpsychologischer Aspekte im Training war eines der dominierenden

Themen. Dahingehende Konsequenzen sind nicht etwa auf stigmatisierende Rote-

Couch-Sitzungen zu verstehen, sondern vielmehr grundsätzliche Forderungen

hinsichtlich der Gestaltung von Trainingsprozessen: Während unter

Druckbedingungen (Präzision, Zeit, Komplexität, Belastung) aktuell ca. 70% im

Bereich der Handlungsausführung trainiert werden, bieten sich etwa noch 30%

deutlich optimierbaren Potentials in den vorangehenden Phasen des

Wahrnehmens, Verstehens und Entscheidens gemäß Prof. Dr. Dr. Matthias

Lochmann. Als eine Möglichkeit, um „schnell im Kopf“ zu werden und somit

Exekutivfunktionen zu trainieren, stellte Prof. Dr. Jan Mayer u.a. die Möglichkeit

computergestützter Trainingsformen (das sog. „Gaming“) vor.

Die historische Blamage Deutschlands durch das erstmalige Ausscheiden des

viermaligen Weltmeisters und Titelverteidigers in der Vorrunde ist Anlass genug

für eine zeitnahe und akribisch-schonungslose Analyse: Als Zuschauer und Fan

bleibt nach dieser WM aus deutscher Sicht einstweilen das Gefühl enttäuscht bis

peinlich berührt zu sein. An welchen Stellschrauben lässt sich nun jedoch im

Kindes- und Jugendalter positiv beeinflussend drehen?

Die Basis für kommende Turniere und auch Spielergenerationen wird bekanntlich

in jungen Jahren gelegt. Gerade als Lehrkraft lässt sich auf diese Entwicklung stark

mit einwirken - so z.B. hinsichtlich der Rolle als Spieler, aber auch in Richtung

eines „Junior Coaches“ (Trainer für noch jüngere Spieler).

Besonders überzeugend argumentierte dabei Prof. Dr. Dr. Matthias Lochmann mit

seinen in Theorie und Praxis demonstrierten Impulsen für den Kinder- und

Jugendfußball: Innovative Optimierungsmöglichkeiten des Spielbetriebs als Motor

zur Talententwicklung (Fair-Play-Liga 4.0: das FUNino-System und 3er Ball zur

Erhöhung der Spielpraxis) sowie moderne Spielformen zur Förderung der

selbstständigen und kreativen Spielgestaltung wurden dabei präsentiert. Gerade

in der mehrperspektivischen Rolle als Lehrer und Trainer sollte man immer auf der

Suche nach Schnittmöglichkeiten und Synergie-Effekten sein. Jeder Input im

Schulsektor bereichert in der Arbeit als Trainer und andersrum.

Neben all den fachlichen Themen war jedoch noch ein weiterer Eindruck prägend:

Abseits des Kongress-Saales und des Platzes ließ sich feststellen, dass der

Veranstaltung bei einem gefühlten Männeranteil von 97% viel Homogenität und

wenig Diversität innewohnte




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