Medienkonzept

Historie und Angebot

Schon früh wurde an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule die Digitalisierung als eines der entscheidenden Zukunftsthemen unserer Gesellschaft erkannt. Unter z. T. widrigen Umständen haben engagierte Lehrkräfte seit den späten 80er Jahren, mit Kreativität und Beharrlichkeit, unterstützt durch die Schulleitung, Eltern, den Förderverein und private Sponsor*innen kontinuierlich an der Ausbildung medialer Kompetenz (u.a. durch das Präventionskonzept), Programmierfähigkeit (Informatikunterricht) und der Sicherheit im Umgang mit Hard- und Software bei unseren Schüler*innen, aber auch bei der kontinuierlichen Bereicherung der Lehre durch digitale Instrumente gearbeitet. Einige Stationen waren

  • Einführung von Computerräumen in jedem Jahrgang der Sek 1 sowie mehrerer fester Computerräume für Sek2 und Informatikunterricht
  • Aufbau einer zentralen Schulserverstruktur (zunächst ein von einem Kollegen auf Linux-Basis selbstprogrammierter Server, für kurze Zeit ergänzt durch die Lernplattform „Fronter“ bis hin zur Etablierung von IServ im Jahr 2010.)
  • Einrichtung eines flächendeckenden W-LAN Netzes
  • Erprobung von mobiler Informationstechnologie im Unterricht durch Notebookklassen (2012-2015)
  • Erprobung des Einsatzes von iPads in 2 Pilotjahrgängen (2015 und 2016)
  • Aufnahme der Tabletjahrgänge ins Schulprogramm 2017

Alle Investitionsentscheidungen waren stets geprägt vom Primat des didaktisch- pädagogischen Nutzens. So hat sich die Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule beispielsweise gegen die Einführung von Smartboards im Zuge des Konjunkturpaketes 2 (Investitionsprogramm zur Bewältigung der Finanzkrise des Jahres 2009) gewehrt und stattdessen vorrangig auf die Anschaffung mobiler Endgeräte gesetzt. Diese Entscheidung basierte auf der Überzeugung, dass Smartboards digitale Instrumente lehrerzentrierten Frontalunterrichts sind, die nicht zum pädagogischen Konzept der Schule, das auf Kooperation bei gleichzeitig optimaler Förder- und Forderung durch individuelles Lernen setzt, passen.

Der Informatikunterricht ist an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule nun schon seit Jahrzehnten integraler Bestandteil des Fächerkanons in allen Bereichen der Schule. Als Ausdruck der gleichberechtigten Stellung des Faches ist der jährlich zustande kommende Informatik-Leistungskurs in der Sek2 und die Informatikkurse des Wahlpflichtbereichs der Sekundarstufe 1 zu sehen. Den gesellschaftlichen Stellenwert des Faches hat inzwischen auch die Politik erkannt und trägt dem mit der Einführung des Faches Informatik ab dem Jahr 2023 Rechnung. Ein Schritt, auf den die Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule bestens vorbereitet ist.

Alle Schüler*innen entsprechend ihrer individuellen Leistungsmöglichkeiten zu fördern und zu fordern liegt in der DNA der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule. So ist es nur folgerichtig, dass für Schüler*innen, deren besondere Fähigkeiten und Interessen im Bereich der Informationstechnologie liegen, mit der Robotik-AG im Umfang von 4 Wochenstunden ein Angebot existiert, dass es ihnen ermöglicht sich im internationalen Kontext mit Konstrukteur*innen und Programmierer*innen selbstentwickelter Roboter zu messen. Die Robotik-AG pflegt nun schon seit mehreren Jahren einen Austausch mit einer Schule in Knoxville/Tennessee.

Die Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung verlaufen rasant. Dies trifft sowohl auf die Technik, vor allem aber auch auf die Anwendungsbereiche und hier insbesondere im unterrichtlichen Kontext zu. Dies zeigte sich nochmals deutlich beim Thema Home-Schooling und Online-Unterricht im Zuge der Corona-Pandemie im Jahr 2020. Alle Konzepte stehen an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule stets auf dem Prüfstand im Hinblick auf ihre Passung mit unseren pädagogischen Überzeugungen und den existierenden Möglichkeiten. So wird das Medienkonzept der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule derzeit aktualisiert und das Thema der Digitalisierung stellt den Schwerpunkt der Schulentwicklung im Schuljahr 20/21 dar. Folgerichtig muss auch die folgende Darstellung der technischen Ausstattung und Umsetzung des bestehenden Digitalisierungskonzeptes als vorläufig betrachtet werden, wenngleich sie aus unserer Sicht als Aggregat der Erfahrungen und Überzeugungen der vergangenen Jahrzehnte im Abgleich mit dem technisch Möglichen das Optimum darstellen.

  • Ausstattung der Klassen- und Fachräume: Alle Räume verfügen über einen 65 Zoll Monitor, einen eigenen Accesspoint für schnelles W-LAN und ein Apple TV
  • W-LAN: Das gesamte Schulgebäude ist mit Glasfasertechnologie vernetzt und für den Giga-Bit-Betrieb ertüchtigt.
  • Computerräume: Schulweit stehen für den Informatikunterricht und die Schuljahrgänge 5-7 vier Computerräume zur Verfügung, die im Rahmen eines Investitionskonzeptes regelmäßig technisch ertüchtigt werden.
  • Alle Schüler*innen verfügen ab Schuljahrgang 8 über ein eigenes, elternfinanziertes iPad, das zentral durch die Schule versichert ist. Dabei profitieren die Eltern bei der Anschaffung von einem Bildungsrabatt. Der Grafikfähige Taschenrechner wird durch die Einführung des Tablets ebenso obsolet, wie diverse Wörterbücher und Lexika.
  • Die Administration der iPads erfolgt über eine professionelle MDM-Lösung, die es der schule ermöglicht den Schüler*innen die für das Lernen erforderlichen Apps zur kostenfrei zur Verfügung zu stellen und das Schreiben zentraler Abschlussarbeiten mit dem iPad ermöglicht.
  • Dreh- und Angelpunkt der IT-Infrastruktur ist der schuleigene Schulserver IServ.
  • Druck: Alle Schüler*innen können von überall in der Welt über IServ auf alle Laserdrucker der Schule Druckaufträge senden. Die Abrechnung erfolgt über ein individuelles Druckkonto bei IServ.
  • Zum Schutz der Schüler*innen filtert das IServ-Modul „Time for Kids“ potentiell jugendgefährdende Inhalte, sodass die Schüler*innen sich im schulischen Kontext sicher im Netz bewegen können.
  • Die MDM-Lösung ermöglicht zahlreiche Sicherheitseinstellungen, die es ermöglichen das iPad ausschließlich für den schulischen Kontext zu konfigurieren und die vollständige Kontrolle über personenbezogene Daten zu behalten. Maßgeschneiderte Individuelle Lösungen sind hier ebenfalls möglich.
  • Die Kooperation mit Apple ermöglicht es uns das Kollegium kontinuierlich im unterrichtlichen Einsatz des Tablets weiterzubilden, sodass die Nutzungskompetenz schulweit kontinuierlich steigt.

Wir bleiben gespannt, neugierig, experimentierfreudig und kritisch im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen!