International Education - der erste Austausch nach Rybnik/Jankowice in Polen

von Mike Burkhardt

Wir sind der PB International Education aus dem Lila Jahrgang. Mit insgesamt 15 Schüler*innen und unser Lehrkraft Jana. Unser PB findet nur im 8. Schuljahr statt, weswegen er nicht nur ein Halbjahr, sondern ein ganzes Schuljahr lang geht. In unserem PB lernt man viel über unser Land und Europa. Es ist also ähnlich wie das Fach GR. Das Besondere ist - alles funktioniert nur auf Englisch. Warum? Am Ende des PB also ca. im Mai geht es auf einen Austausch - bei uns nach Polen. Die letzten Wochen vor dem Austausch bereitet man sich auf das jeweilige Land vor und es wird über den Austausch, deren Kultur und organisatorisches gesprochen. Für eine Woche geht es dann raus aus Deutschland. Jede Person hat eine*n Austauschpartner*in im anderen Land, da später die Austauschpartner auch nach Deutschland kommen. Vor Ort spricht man auf Englisch und natürlich finden auch Aktivitäten in der Gruppe statt. Auf dem aller ersten Austausch erlebt man echt viele positive wie vielleicht auch herausfordernde Dinge. Es macht Spaß sich auszutauschen und von sich von den verschiedenen Alltagen zu erzählen. Nach dem Austausch wird dann schon das Programm für den Aufenthalt in Deutschland geplant, womit der PB und das erlebnisreiche Jahr mit dem Gegenaustausch endet.

Unser erster Austausch nach Polen - wie war es?

Am 25.04.2026 ging es für unsere Gruppe dann nach Rybnik und Jankowice in Polen. Um 22:30 trafen sich alle am Busbahnhof Göttingen mit unseren Begleitern Jana und Ute. Nachdem die Familien verabschiedet wurden, wartete eine lange 11-stündige Busfahrt auf uns. Während der Fahrt hielten wir auch öfters an, um kurze Pausen zu machen, bis wir dann um 10:30 schon von den Gastfamilien und Austauschpartner*innen empfangen wurden. Zum Ankommen gab es erstmal am Sonntag Zeit in den Familien, um sich besser kennenzulernen, bis das erste gemeinsame Willkommen um 17 Uhr in Jankowice stattfand. Um noch mehr in Kontakt zu kommen, gab es noch eine Rallye und ein Picknick, womit der erste Tag schon endete. Um ein bisschen mehr in den Alltag der polnischen Schüler*innen reinzukommen, besuchten wir Montag die Schule unseres jeweiligen Partners. Es war spannend, welche großen Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten wir feststellen konnten. Um nicht den ganzen Tag in der Schule zu sein, trafen wir uns am Mittag in der Stadt, um uns den Basilika Tower anzuschauen. Am Nachmittag nutzten viele die Zeit, um noch in der Stadt zu bleiben. Da Sport im Programm nicht fehlen durfte, ging es Dienstag am Fluss „Ruda“ Kanu fahren. Zusammen mit seinem Austauschpartner kämpfte sich jeder die 7 km durch den engen Fluss mit viel Kraft durch. Was für ein tolles Erlebnis! Am Mittwoch hieß es dann: früh aufstehen, denn schon um 6:30 trafen wir uns, um gemeinsam mit dem Bus zur KZ-Gedenkstätte und dem Museum Auschwitz zu fahren. Viele hatten auch etwas Sorge, wie sie auf die Geschichte und dass was sie sehen, reagieren würden. Vor Ort teilten die Gruppen, da es eine deutsch- und polnischsprachige Führung gab. Wir sahen unter welchen Bedingungen und wie schlimm die Menschen dort gefangen waren. Wir erfuhren auch mehr über die Gaskammern, die Aufteilung nach der Ankunft und das Leben der Frauen im Lager. Vieles, was dort passierte, konnte man sich kaum vorstellen. Nach der Führung fuhren wir noch mit dem Bus nach Pszczyna, wo wir uns die Stadt anschauten. Der letzte Tag brach schon an und es war komisch, dass die Zeit so schnell vorbei ging. Als Abschluss trafen wir uns alle wieder in der Stadt, um nochmal gemeinsam in 4er-Gruppen eine Rallye zu machen. Es führte uns durch ganz Rybnik, was echt anstrengend war! Nach der Rallye gab es noch ein paar Geschenke und Abschlussworte, bevor jeder noch seine letzte Zeit in Polen genoss. Später trafen sich alle am Busbahnhof Rybnik, um sich von den Gastfamilien und Polen zu verabschieden. Nach der 12-stündigen Busfahrt für uns, ging es endlich wieder zurück nach Hause. Alle waren erschöpft, aber gleichzeitig war es ein tolles Erlebnis, was immer in Erinnerung bleibt!


(geschrieben von Hannah Köthe)