Surfen ohne Wind: Unsere Hitzewoche am Steinhuder Meer

von Mike Burkhardt

Die Surffreizeit war dieses Jahr anders. Wir sind in der Woche gefahren, in der es in Deutschland Temperaturen von über 40 Grad gab. Das und die Tatsache, dass wir kaum Wind hatten, hat uns nur wenig aufgehalten – wobei der Wind das größere Problem war, denn ohne Wind wird Windsurfen schwierig. Aber wir haben das Beste daraus gemacht: Wir haben an Land geübt und die Theorie durchgegangen. Gebadet haben wir trotz Schlamm und Algen, denn alles war besser als die Hitze. Und sobald ein bisschen Wind aufkam, ging's aufs Wasser.

Am Montag ging es los. Schon auf der Fahrt zum Steinhuder Meer trafen wir die erste Gruppe Kinder, die mit uns in der Jugendherberge übernachtete. An den ersten Tagen hatten wir etwas Wind, wodurch man schnell ein Gefühl fürs Surfen bekam.

Dabei durften wir sehr schöne Neoprenanzüge tragen – und man denkt es kaum, aber die haben tatsächlich gegen die Hitze geholfen: Nass gekühlt haben sie richtig gut. Deshalb ist man auch mal absichtlich vom Board gefallen, nur um sich abzukühlen.

Das Grillen am Mittwoch war ein weiteres Highlight, und die ganzen Tänze waren genauso gut – so gut, dass die Kinder aus der Jugendherberge neidisch wurden und sie später nachgemacht haben. Die Prüfung am Donnerstag, dem letzten Tag, war trotz der wenigen Übung kein Problem, auch wenn wir im Schneckentempo durch den Kurs gefahren sind.

Die Rückfahrt am Freitag zog sich dann wegen Zügen, die partout nicht nach Göttingen wollten, und der anhaltenden Hitze etwas hin, war aber irgendwann vorbei. Mit vielen tollen Erinnerungen und der Erkenntnis, dass man für Windsurfen eigentlich gar keinen Wind braucht, kamen wir wieder in Göttingen an.